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Artischocke

Artischocke

Dt.: Artischocke; engl.: artichoke; frz.: artichaut

Artischocken verwöhnen nicht nur den Gaumen, sondern sind durch ihre exotische Blütenform auch schön anzusehen. Als Deko, Beilage Vor- oder Hauptspeise – Artischocken übernehmen gerne die vielfältigsten Rollen.

Geschichte

Die Artischocke zählt zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Die Bezeichnung stammt wahrscheinlich aus dem Arabischen und leitet sich vom Wort „alharsuf“ ab, das übersetzt so viel heißt wie distelartige Pflanze.

Die Griechen und Römer setzten die Artischocke als Heilmittel ein. Als Gemüse war sie lediglich eine Delikatesse, die sich nur Reiche leisten konnte. Später kam die Artischocke durch die Araber nach Spanien und über Frankreich nach England. Seit 1540 wird die Artischocke auch in Deutschland angebaut.

Ein Mythos über die Entstehung der Artischocke: Cynaria, eine Schönheit mit langem blonden Haar, hatte Jupiter gehörig den Kopf verdreht. Da sie aber offensichtlich kein Interesse an ihm zeigte, wurde Jupiter zornig und verwandelte sie in eine stachelige Pflanze, die Artischocke.

Herkunft

Hauptanbauländer für Artischocken sind USA – insbesondere Kalifornien und Florida – Italien, Spanien, Ägypten, Argentinien und Frankreich. Castroville in Kalifornien gilt sogar als die Welthauptstadt der Artischocken. Das Distelgewächs ist dort so beliebt, dass es zu ihren Ehren ein alljährliches Festival gibt. Die erste Artischockenkönigin war übrigens Norma Jean Baker, die wenig später als Marilyn Monroe berühmt wurde.

Saison

Artischocken erhält man aufgrund von Importen fast das ganze Jahr über. Haupterntezeit ist je nach Anbaugebiet von Juni bis Oktober, vereinzelt auch im Winter.

Familie & Arten

Artischocken ist ein Distelgewächs und gehört zur Familie der Korbblüter. 8-10 Arten sind bekannt: Ihre Farbe variiert von weiß, hellgrün bis violett.

Merkmale

Das Aussehen der Artischocke ist einmalig und zu vergleichen mit einem faustgroßen, gepanzerten, länglichen oder ovalen Kiefernzapfen. Das Mark in den übereinander liegenden grünen bis violetten Hüllblättern ist essbar. Das leicht bitter-herbe Haselnuss-Sellerie-Aroma ist für viele Feinschmecker ein absoluter Gaumenschmaus.

Verwendung

Sehr beliebt ist die Artischocke in der französischen Küche. Sie bietet die größte Auswahl an Rezepten. In der Regel werden Artischocken in Salzwasser gegart. Dabei verwendet man vom ganzen Blütenkopf nur ca. 20 %. Da Artischocken perfekte Appetitanreger sind, werden sie bevorzugt zu Vorspeisen verarbeitet. Klassisch wird das Mark der Hüllblätter in Dips getunkt und mit den Schneidezähnen abgezogen. Das Herz der Artischocke eignet sich hervorragend für Salate und Suppen.

Nährwerte

Artischocken sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen: 100 g enthalten ca. 12 mg Vitamin C, 44 mg Kalzium und 1,2 mg Eisen. Außerdem Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor. Ihr Energiegehalt liegt bei 47 kcal.

Lagerung & Aufbewahrung

Damit die Artischocken lange frisch bleiben, sollten sie kühl und dunkel gelagert werden. Dabei ungewaschen in ein feuchtes Tuch wickeln. Achtung: Gegarte Artischocken lassen sich höchstens 3 Tage aufbewahren, weil sie schnell Giftstoffe freisetzen.

Qualität & Einkauf

Artischocken sollten harte, fest verschlossene Köpfe mit fest anliegenden Blättern aufweisen. Bräunliche Vertreter mit geöffneten Blättern und vertrockneten Spitzen sind alt und ungenießbar. Am besten Artischocken am Stiel kaufen. Denn die Knospe zieht daraus Nährstoffe und die Artischocke bleibt so länger frisch. Somit gilt: Den Stiel auch erst kurz vor dem Zubereiten wegschneiden.

Gesundheit & Wirkung

Artischocken wurden 2003 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Kein Wunder! Denn die medizinischen Wirkungen der Artischockenblätter sind vielfältig. Der enthaltene Bitterstoff Cynarin senkt den Cholesterinspiegel, entgiftet den Körper und ist gut für die Galle. Außerdem kurbeln Artischocken den Stoffwechsel an, helfen gegen Übelkeit und Erbrechen und werden sogar bei erhöhtem Eiweiß-Anteil im Urin eingesetzt. Auch erhöhte Harnsäurewerte, Rheuma, Gicht, Blutbildung, Arteriosklerose, Blasen- und Nierenschwäche werden durch die Wirkstoffe der Artischocke positiv beeinflusst.

Achtung: Der Genuss von Artischocken kann bei einigen Menschen zu allergischen Reaktionen führen.