Vegan

11 Argumente für Vegan in Gastro und Gemeinschaftsverpflegung

Warum Sie Ihren Gästen und Patienten vegane Speisen anbieten sollten

Vegane Ernährung

„Vegan? Dafür ist die Nachfrage bei uns zu gering.“ Diese Aussage gehört bald der Vergangenheit an. Denn die vegane Gemeinschaft wächst immer schneller und auch sonst sprechen viele Gründe dafür, die Karte um vegane Gerichte zu erweitern. Welche das sind? Wir verraten es Ihnen in diesem Beitrag. 

1. Die Anzahl der Vegetarier und Veganer steigt deutlich

Vegan

Auf den ersten Blick scheint der Anteil der Deutschen, der auf Fleisch verzichtet, noch gering zu sein. Doch die jährliche Entwicklung ist entscheidend: In nur einem Jahr hat sich der Anteil der Vegetarier von 5 auf 10 Prozent verdoppelt. Der Anteil der Veganer stieg von 1 auf 2 Prozent. Besonders die junge Zielgruppe verzichtet dabei zunehmend auf den Verzehr von tierischen Produkten. Während auch der Fleischkonsum in der EU seit Jahren stagniert und die Produktion sogar rückläufig ist, steigen die Absatzzahlen von pflanzlichen Ersatzprodukten weiter an. Der Hersteller Rügenwalder Mühle erzielte im Juli 2020 erstmals mehr Umsatz mit veganen und vegetarischen Alternativen als mit tierischen Wurstprodukten. Im Jahr 2020 erhöhte sich der Umsatz mit Fleischersatzprodukten in Deutschland insgesamt um 37 Prozent (Fleischatlas des Bundes für Umwelt und Naturschutz, Heinrich-Böll-Stiftung). Angenommen, der Markt für pflanzliche Ersatzprodukte wächst weiter so rasant an und die Fleischproduktion geht weiterhin zurück, könnten Erbsenschnitzel und Co. bereits im Jahr 2034 den Absatz tierischer Produkte überholen! Das bedeutet für Sie: Nutzen Sie den Wettbewerbsvorteil, sich mit einer ansprechenden veganen Ergänzung auf Ihrer Karte frühzeitig einen Namen zu machen! 

2. Sie machen ein gesundes Speisenangebot

Alleine durch den Verzehr von veganen oder vegetarischen Speisen verzehren die Menschen mehr Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe und deutlich weniger Cholesterin. Das trägt zu einer gesünderen Lebensweise bei – etwas, auf das immer mehr Menschen bewusst Acht geben.

3. Vegane Speisen machen eine hygienische Zubereitung möglich

Vegane Küche

Hygiene in der Küche spielt besonders in der Gemeinschaftsverpflegung, zum Beispiel in Pflegeheimen und Kliniken, aber auch in Kitas- und Schulen eine wichtige Rolle. Hackfleisch z.B. besitzt durch die Zerkleinerung beispielsweise eine große Oberfläche und bietet Mikroorganismen viel Angriffsfläche. Geflügelprodukte stellen ein Risiko zur Verbreitung von Salmonellen dar. Durch die reine Zubereitung pflanzlicher Zutaten fallen Gefahren durch pathogene Keime und deren Keimverschleppung, z. B. von Salmonellen oder anderen Mikroorganismen, fast vollständig weg. 

4. Sie halten automatisch ein Angebot für laktoseintolerante Gäste und andere Allergiker bereit

Etwa 15 Prozent der Deutschen sind von einer Laktoseintoleranz betroffen, in südlichen Ländern sind es sogar deutlich mehr Menschen. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 75 Prozent der Weltbevölkerung keine Milchprodukte vertragen kann. Vegane Speisen beinhalten keine tierischen Produkte wie Milch und sind daher auch für Ihre Gäste mit Laktoseintoleranz eine gute Wahl. Der Vorteil für Sie: Sie müssen sich keine Gedanken über ein gesondertes Angebot für Menschen mit dieser Unverträglichkeit machen. 

Auch alle Lebensmittel, die die Allergene Milcheiweiß und Ei enthalten fallen bei veganen Speisen weg, sodass auch die Allergenkennzeichnung leichter wird und die Speisen von Menschen mit diesen Unverträglichkeiten ebenfalls verzehrt werden können.
 

5. Pflanzliche Zubereitung kann Kosten einsparen

vegan

Eine aktuelle Untersuchung der Oxford-Universität hat ergeben, dass in vielen Ländern, unter anderem in Westeuropa, eine vegane oder vegetarische Ernährung die günstigste Ernährungsform sein kann. Insbesondere eine vegane Zubereitung kann die Lebensmittelkosten um bis zu einem Drittel senken. Die vegetarische Ernährung liegt mit ähnlichem Einsparungspotenzial von 27 bis 31% dicht dahinter. Wer mehr über die Studie aus dem Jahr 2021 erfahren möchte, kann hier die Ergebnisse nachlesen. 

6. Sie unterstreichen Ihr Nachhaltigkeitsbewusstsein

Die Bedeutung von Tierwohl und Nachhaltigkeit nimmt in der gesellschaftlichen Wahrnehmung stetig zu. Nicht zuletzt die Fridays for Future-Bewegung hat den Wandel weiter vorangetrieben. Fleisch ja oder nein – das ist heute längst keine persönliche Geschmacksfrage mehr, sondern auch eine politische Forderung. Dabei ist besonders die junge Generation eine treibende Kraft in der Abkehr von tierischen Produkten. Und auch, wenn eine vegane Ernährungsweise nicht die allernachhaltigste von allen ist, so ist sie dennoch deutlich umweltfreundlicher als der Verzehr von Fleisch – und zwar nachweislich. 

7. Sie gehen kein Risiko ein, große Gruppen zu verlieren

Selbst wenn Veganer nicht zu Ihrer Kernzielgruppe gehören, gehen Sie ein unnötiges Risiko ein, wenn Sie diesem Ernährungstypen kein Speisenangebot machen. Warum? Ganz einfach: Ob eine Gruppe bei Ihnen reserviert, entscheidet nicht selten der vegetarische oder vegane Gast. Denn auch dieser möchte bei einem Abend außer Haus auf seine Kosten kommen. Die Chancen, dass in einer größeren Gruppe auch ein vegan lebender Gast dabei ist, steigt angesichts der Verbreitung dieser Ernährungsform stetig an. Sie können sich also zukünftig wirtschaftlich nicht leisten, vegane Speisen unberücksichtigt zu lassen. 

8. Oft ist es einfach, aus vegetarischen Speisen vegane Gerichte zu machen

vegan

Denken Sie nicht zu kompliziert! Meist ist es kein großer Aufwand, einige der Speisen auf ihrer Karte zu „veganisieren“. Dafür müssen Sie in vielen Fällen nur einzelne Komponenten austauschen – Gemüsebrühe statt Hühnerbrühe, Kokosmilch statt Sahne. Besinnen Sie sich auf die Natur zurück und verwenden Sie Obst, Gemüse und Getreide als Basis. 

9. Mit leckeren Gerichten überzeugen Sie Veganer, Vegetarier und Flexitarier

Mit leckeren veganen Speisen holen Sie nicht nur Gäste ab, die bewusst auf Fleisch verzichten, sondern können auch die stetig steigende Anzahl an Flexitariern begeistern – also Menschen, die sich zunehmend Gedanken über die Nachhaltigkeit ihres Lebensmittelkonsums machen und ihren Fleischkonsum einschränken. Dazu zählt in Deutschland aktuell jeder Zweite. Der Einstieg in ein veganes Speisenangebot, das diese Gäste erreicht, gelingt besonders über bekannte Gerichte wie Burger oder Bolognese in einer veganen Variante

10. Vegane Angebote zeugen von Kreativität in der Küche

Vegane Rezepte

Fleisch und Beilagen anrichten, fertig – so einfach ist die Gemüseküche nicht. In der veganen Küche haben Sie dafür die Möglichkeit, Ihren Gästen zu zeigen, was Sie draufhaben. Köchinnen und Köche werden daher zunehmend zu echten Botschaftern des Veganismus, die die innovative Zubereitung von Obst, Gemüse, Getreide, Kräutern und Co. stetig vorantreiben. 

11. Ihr Betrieb tut Gutes

Die Weltbevölkerung wächst immer weiter. Eine pflanzliche Ernährungsweise hilft, eine Welt zu schaffen, in der mehr Menschen satt werden und das Ernährungssystem effizient ist. Mit einem veganen Speisenangebot leisten Sie einen großen Beitrag hierzu – und können dies sogar aktiv in Ihr Marketing einbinden. Probieren Sie es aus!