Young Chefs Battle in Ulm
Das vierte und letzte Final-Team der Staffel 2025/26 steht fest!
Spannung, Teamgeist und starkes Handwerk prägten auch in diesem Jahr das „Young Chefs Battle“ auf der Messe Ulm. Alle Teilnehmenden befinden sich in der Kochausbildung und lernen aktuell im zweiten oder dritten Lehrjahr. Entsprechend hoch war das Niveau des kulinarischen Wettbewerbs. Für die Jury aus Fach- und Gästejuror:innen war die Entscheidung alles andere als einfach. Die angehenden Köchinnen und Köche überzeugten mit sauberer Technik, kreativen Ideen und viel Gespür fürs Detail. Gleichzeitig wurde beim Wettbewerb deutlich, wie wichtig Zusammenhalt und Kommunikation im Team sind – die Abläufe griffen ineinander, und trotz des Wettbewerbsdrucks blieb die Freude am Kochen spürbar.
Vier Teams aus Süddeutschland traten gegeneinander an und kochten mit großem Engagement um den Messesieg und damit um den Einzug ins Finale auf der Messe Berlin:
Am Sonntag, 8. März gingen Team "Schneider & Co. KG" aus Miesbach und Team "Dorint" aus Frankfurt an den Start.
Am Montag, 9. März traten Team "Gummibärenbande" aus Bad Überkingen gegen Team "München" gegeneinander an.
Am Ende konnte sich jedoch nur ein Kochteam den Messesieg sichern.
Tagessiege und Messesieger: Diese Teams überzeugten die Jury
Am ersten Wettbewerbstag sicherte sich das Team „Schneider & Co. KG“ mit einer soliden Leistung den Tagessieg. Am zweiten Tag überzeugte die „Gummibärenbande“ von der Paul-Kerschensteiner-Schule aus Bad Überkingen: Mit starkem Teamgeist, guter Abstimmung und viel Freude beim Kochen holten sich die vier Nachwuchsköche den Tagessieg – und damit zugleich den Messesieg. Wie bereits im vergangenen Jahr ging der Gesamtsieg damit erneut nach Bad Überkingen.
Doch unabhängig vom Ergebnis konnten alle Teams wertvolle Erfahrungen mitnehmen. Der Wettbewerb bot Gelegenheit, sich unter realistischen Bedingungen auf kommende Abschlussprüfungen vorzubereiten und gleichzeitig hilfreiches Feedback von der Fachjury zu erhalten. Eines steht fest: Alle Teams präsentierten beeindruckende Menüs, die von der Jury großes Lob erhielten. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg auf eurem Weg in der Küche.
Und an die „Gummibärenbande“: Wir sehen uns beim Finale in Berlin!
Team "Gummibärenbande"
Von links: Paul Lehmann, Fabio Saad, Julian Schubert, Jonas Wörle
Das Team „Gummibärenbande“ von der Paul-Kerschensteiner-Schule aus Bad Überkingen sicherte sich am zweiten Wettbewerbstag zunächst den Tagessieg – und überzeugten schließlich auch in der Gesamtwertung. Ihr Erfolg basiert vor allem auf starkem Teamgeist. Die vier sind nicht nur Kollegen, sondern auch enge Freunde, wohnen zusammen in einer WG. Dort wird regelmäßig zusammen gekocht – entsprechend gut kennen sie die Stärken und Schwächen des jeweils anderen. „Wir sind einfach sehr gut eingespielt“, sagen sie. Der Teamname entstand eher zufällig: Zwei hatten für den Kochunterricht ihre Mützen vergessen. Kurzerhand kauften sie Cappis mit Gummibärchen-Motiv – als feststand, dass sie beim Young Chefs Battle antreten würden, war der Name „Gummibärenbande“ schnell gefunden. Kulinarisch überzeugte das Team mit einer Schicht für Schicht aufgebauten Vorspeise, die so konzipiert war, dass sie in einem Löffel gegessen werden konnte. Beim Hauptgang punktete das schöne Spiel aus Farben und Konsistenzen. Das Dessert zeigte schließlich viel Handwerk mit zahlreichen kleinen, sorgfältig gearbeiteten Komponenten. Mit ihrer Leistung waren die vier sehr zufrieden: „Heute hat eigentlich alles genau so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben.“ Nach dem Erfolg in Ulm richtet sich der Blick nun nach vorn – beim Finale in Berlin wollen sie erneut gemeinsam angreifen.
Vorspeise
Blumenkohl-Parmesanmillefeuille auf Blumenkohlpannacotta mit gepickeltem Blumenkohl und Himbeergelee
Hauptgang
Frittierte Lachsroulade mit Normannischer Soße | Ziegenkäseespuma | glasierte und marinierte rote Bete | Kartoffelrösti
Dessert
Walnussmousse und Kardamomcanache im Gewürzsud eingelegte Birne | Birnensorbet | Walnusscrumble
Team "Schneider & Co. KG"
Von links: Andreas Popp, Jonas Dietzel, Hagn Severin, Mia Bedwell
Mit dem Motto „Zusammen sind wir stark“ ging Team Schneider des BSZ Miesbach an den Start – und genau dieser Zusammenhalt zahlte sich aus. Am Ende des ersten Wettbewerbstages durften sich die Auszubildenden über den Tagessieg freuen. Gefunden hat sich das Team eher spontan: Lehrer Schneider fragte in der Klasse, wer Lust hätte, beim Wettbewerb mitzumachen – die vier waren die schnellsten Hände. Der Moment des Sieges fühlte sich für das Team vor allem nach Erleichterung an. Besonders zufrieden sind sie damit, dass letztlich alles so funktioniert hat, wie sie es sich vorgenommen hatten. Ihr Erfolgsrezept? Vertrauen und klare Aufgabenverteilung. Jeder im Team wusste genau, was zu tun war. Ganz perfekt sei es trotzdem noch nicht gewesen, räumen sie selbstkritisch ein: „Der Arbeitsplatz hätte vielleicht noch ein bisschen ordentlicher sein können, und etwas mehr Koordination wäre auch möglich gewesen.“ Insgesamt seien sie jedoch zufrieden mit ihrem Ablauf gewesen.
Das Menü hinterließ einen starken Eindruck: Die Vorspeise überzeugte mit frischen Farben, die perfekt zum Frühling passten. Der Hauptgang punktete mit einer Vielzahl harmonisch abgestimmter Komponenten und einer gelungenen Umsetzung. Den Abschluss bildete ein Dessert, das durch seine filigrane Arbeit und die vielen unterschiedlichen Elemente auf dem Teller beeindruckte. Am Abend vor dem YCB zündeten sie gemeinsam mit ihrem Lehrer im Ulmer Münster eine Kerze an. „Das hat anscheinend auch geholfen“, sagen sie mit einem Lächeln.
Vorspeise
Variation vom Blumenkohl gebraten, gepickelt, püriert | Himbeervinaigrette | Eigelb | Apfel
Hauptgang
Gedämpfte Lachs | Lachskrokette | Zitronengel | Ziegenkäse | Beurre blanc | Spinattortellini | Pak Choi
Dessert
Baba au rhum | Kardamomsirup | Walnuss-Meersalz-Eis | Ananas
Team "München"
Von links: Emilia Fischer, Annabell König, Tarek Chaban, Dominik Baumgart
Team München trat mit vier Auszubildenden im dritten Lehrjahr aus vier unterschiedlichen Betrieben an, alle besuchen sie die Berufsschule für Hotel-, Gaststätten- u. Braugewerbe. Bei der Stadtmeisterschaft in München im vergangenen Jahr erreichten sie die Plätze eins bis vier und qualifizierten sich so für das Young Chefs Battle. In der Vorbereitung brachte jeder seine Ideen ein – entsprechend finden sich im Menü Elemente von allen Teammitgliedern wieder. Die Vorfreude auf den Wettbewerb war groß, auch wenn die Aufregung spürbar war. In der Küche arbeiteten die Münchner sehr strukturiert: Ein detaillierter Ablaufplan half, jeden Schritt im Blick zu behalten. Viel Abstimmung war nicht nötig – jeder wusste genau, was zu tun war, die Handgriffe saßen und die Arbeitsplätze blieben stets ordentlich. Die Vorspeise stellte den Übergang vom Herbst ins Frühjahr dar. Ein Rote-Beete-Schlauch trennte die Komponenten auf dem modern angerichteten Teller, der viele präzise Handgriffe erforderte. Der Hauptgang zeigte sich klassischer: geschichtete Kartoffeln, in Butter gegart, kombiniert mit einem sichtbar saftigen Lachs. Das Dessert setzte schließlich auf viel Handwerk mit zahlreichen kleinen, sorgfältig ausgearbeiteten Komponenten.
Vorspeise
Première Récolte Blumenkohl dreierlei | Himbeeressig-Kompositionen | Apfel-Limetten-Strudeltartelette | Joghurt-Kaviar | Parmesan
Hauptgang
Lachs-Lion-Roulade | Pommes Anna | Belugalinsen | Zanderfarce | Beurre Blanc | Estragon
Dessert
I´Hiver en Printemps karamellisierte Walnuss | Kardamom | Birne | dunkle Schokolade | Limetten-Thymian | Blaubeere
Team "Dorint"
Von links: Benjamin Rother, Lea Grob, Maike Hohndorf, Reda Setiawan
„Dabei sein ist alles“ – unter diesem Motto reisten die Auszubildenden aus verschiedenen Dorint-Hotels aus Frankfurt und Umgebung nach Ulm. Zwei Tage lang hatten sie gemeinsam in Oberursel intensiv geübt, um sich als Mannschaft einzuspielen und ein stimmiges Menü zu kreieren. Kurzfristig komplettierte Benjamin, der spontan einsprang, die Gruppe. Auf dem Teller präsentierten die angehenden Köchinnen und Köche ein Menü mit klarer Linie. Den Auftakt machte Blumenkohl in unterschiedlichen Variationen – eine kleine, sauber gearbeitete Vorspeise. Im Hauptgang sorgte eine cremige Soße für Tiefe, akzentuiert von einem farbigen Öl, das bewusst nur eingesetzt und nicht eingerührt wurde. Ein moderner Stil, der dem Teller eine moderne Optik gab. Den Abschluss bildete ein Dessert, das sich nahtlos in die Bildsprache des Menüs einfügte und dieses stimmig abrundete.
Vorspeise
Variation vom Blumenkohl | marinierter Tofu | Rote Beete | Himbeeressig
Hauptgang
Lachsfilet, confiert | Panko-Ziegenfrischkäse Crumble | brasierter Spitzkohl | Petersilienwurzelpüree | Kräuteröl | Beurre Blanc
Dessert
Baklava mit Walnuss | Zitrusgelee | Kardamomeis | Schoko Äste