20.05.2015

Wer isst was – und was nicht?

Wir klären, was bei Vegetariern, Veganern & Co. auf den Tisch kommt

Toast mit Früchten
Der eine isst Käse, aber kein Fleisch, der andere verzichtet auf alle tierischen Lebensmittel, beim Dritten kommt nur Rohkost auf den Teller – so verschieden die Gäste, desto unterschiedlich auch ihre Ernährungsweisen. Wir erklären, was Sie als Gastronom darüber wissen sollten.

Veganer ...

... verzichten auf alles, was tierischen Ursprungs ist. Sie essen also weder Fleisch oder Fisch noch tierische Produkte wie Eier, Käse oder Honig. Dazu gehören natürlich auch alle daraus hergestellten Lebensmittel: Süßigkeiten aus tierischer Gelatine, Kuchen und konventionell hergestelltes Brot z. B. sind ebenfalls tabu. Veganismus ist für die meisten Veganer nicht nur eine Ernährungsform, sondern eine Lebensweise. Sie nutzen deshalb auch keine tierischen Produkte, tragen also beispielsweise kein Leder oder Wollpullover, und sie schlafen auch nicht in Daunenbetten.

Vegetarier ...

... sind nicht ganz so radikal wie Veganer, essen aber ebenso kein Fleisch, keinen Fisch und keine Meeresfrüchte. Allerdings mögen sie Produkte vom lebenden Tier: Eier, Milch, Honig und die daraus hergestellten Lebensmittel sind für sie kein Problem. Wer auf Milchprodukte verzichtet, aber Eier isst, gehört zu den "Ovo-Vegetariern". Bei "Lacto-Vegetariern" stehen umgekehrt Milchprodukte auf dem Speiseplan, Eier dagegen nicht.

Flexitarier ...

... nehmen es nicht ganz so genau wie Vegetarier: Ab und zu ein Stück Fleisch oder Fisch ist für sie okay, auch tierische Produkte mögen sie. Ihnen geht es weniger darum, Tieren nicht zu schaden; sie wollen sich schlicht gesund ernähren. Immerhin empfehlen Experten heutzutage eine vollwertige Mischkost mit nicht mehr als 600 g Fleisch und Wurst pro Woche plus 2 Portionen Fisch.

Pescetarier ...

... sind praktisch Vegetarier, die allerdings Fisch und manchmal auch Meeresfrüchte essen. Sie achten meist darauf, dass der Fisch nicht aus einer Zucht, sondern aus freier Wildbahn stammt. Auf ihrem Speisezettel stehen aber auf jeden Fall auch Milch, Eier und Co.

Rohköstler ...

... achten darauf, dass das, was sie essen, nicht gekocht bzw. nie auf mehr als 40 °C erhitzt wird. Vitamine und Enzyme wollen sie so erhalten. Die Mehrheit der Rohköstler lebt vegan, grundsätzlich sind bei dieser Ernährungsform aber alle Lebensmittel erlaubt. Bei manchen Rohköstlern kommen daher auch mal unpasteurisierte Milchprodukte, rohes Fleisch oder roher Fisch auf den Tisch.

Frutarier ...

... gehen noch weiter als Veganer: Sie wollen auch den Pflanzen nicht schaden und ernähren sich nur von pflanzlichen Produkten, die die Pflanze nicht benachteiligt. Fallobst, Nüsse und Samen sind für sie also in Ordnung.