29.07.2019

Kostspielig und aromatisch: Safran

So gewinnt man das teuerste Gewürz der Welt

Safran Krokus So wunderschön blüht der Safran-Krokus
Knallig lila, das ist wohl das erste was einem beim Betrachten einer Safran-Pflanze in den Sinn kommt. Die knallige lila Blüte gehört nämlich zu einer Krokus-Art, dem crocus sativus, aus dem das gelbe Gewürz gewonnen wird. Doch wie wächst eigentlich Safran? Und was macht die leuchtende Geschmacksbombe eigentlich so teuer? Wir zeigens Ihnen ...

Hätten Sie es gewusst? Das mit Abstand teuerste Gewürz der Welt ist Teil einer wunderschönen Krokusblüte.

Sie wird vor allem in Spanien, Italien, Griechenland und Frankreich, im Iran, in Indien sowie auch in Österreich und der Schweiz angebaut. Das größte europäische Anbaugebiet findet sich in der kastilischen Hochebene südlich von Madrid, ansonsten ist der zweitgrößte Produzent der Iran.

Im Inneren dieser Blüte wachsen 3 orange-rote Stempelfäden. Diese sind der einzige Teil der Pflanze, der das unnachahmliche bitter-würzige Aroma enthält. Da die empfindlichen Krokusse nur etwa 2 Wochen im Jahr blühen  und die Stempel- oder Safranfäden durch zu hohe Sonneneinstrahlung schnell an Farbe und Aroma verlieren, muss die Ernte dieser Fäden unter großem Zeitdruck und in präziser Handarbeit von Statten gehen. 

Für 1 kg Safrangewürz müssen die fleißigen Pflücker die Stempelfäden von bis zu 200.000 Krokuspflanzen ernten. Dieser arbeitsintensive Anbau ist auch der Grund für den saftigen Preis: Bis zu 15 € muss man für ein einziges Gramm Safran berappen. 

Safran-Ernte So mühsam: die Safran-Ernte

Und nach der Ernte?

Mit dem Pflücken der Safran-Fäden ist es noch nicht getan. Direkt nach der Ernte werden die meisten Safransorten getrocknet und in Dosen abgefüllt. Nach der Trocknung sollten die Fäden nur noch einen Wasseranteil von 5–20 % aufweisen. 

Eine Ausnahme stellt der spanische Safran dar: er wird ebenfalls getrocknet, allerdings durch ein Toast-Verfahren. 

Lohnt sich also die Verwendung von Safran, trotz seines immens hohen Preises? Wir finden: unbedingt! Denn kein anderes Gewürz der Welt kommt auch nur annähernd an den Geschmack des gelben Luxusgutes heran. Auch der dekorative Nebeneffekt ist durch die herrliche Gelbfärbung nicht zu unterschätzen.

Wir haben einige Inspirationen für Sie: