27.07.2017

Das Gute liegt so nah!

Super gesund sind Superfoods aus der Region

Superfood sind exotische Vitaminbomben Ideale Wellness-Zutaten für Smoothies und Müslis: die Superfoods
Exotische Vitaminbomben liegen im Trend! Immer öfter landen Goji-Beeren, Chia-Samen & Co. auf den Speisekarten von hippen Restaurants. Was die Superfoods versprechen? Angeblich warten die Exoten mit einem echten Feuerwerk an Nährstoffen auf, steigern unser Energielevel und das Wohlbefinden. Doch warum zu ausgefallenen Lebensmitteln greifen, wenn Sie die besten Superfoods direkt vor der Haustür finden und viel gesünder sind?

Es müssen nicht immer ausgefallene Gräser, Früchte und Gemüsesorten sein – heimische Superfoods weisen ebenfalls einen hohen, wenn nicht sogar höheren Gehalt an Mineralstoffen, Fettsäuren, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen auf. Vergleicht man zum Beispiel den Vitamin C-Gehalt von 100 Gramm Goji-Beeren mit 100 Gramm Schwarzen Johannisbeeren, gehen die schwarzen Kügelchen ganz klar als Sieger aus dem Rennen hervor. Sie enthalten nämlich rund 20 Milligramm mehr Vitamin C. Davon abgesehen, haben Kraftpakete aus regionalem Anbau einen kürzeren Transportweg, heißt: sie sind frischer und schonen die Umwelt.

Schauen Sie mal, welche Superfoods bei uns beheimatet sind, was sie auszeichnet und wie Sie die Leckereien Ihren Gästen am besten servieren können.

In den Traubenkernen stecken viele Vitamine Traubenkerne haben jede Menge Power

Klein, aber oho!

Weintrauben sind nicht nur lecker, sondern auch super gesund. Gerade in den Traubenkernen stecken viele Vitamine. Sogar eine verjüngende Wirkung sagt man ihnen nach. Auch bei Allergien oder um das Haarwachstum anzuregen, werden Traubenkerne aufgrund ihrer Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen, gerne genommen. Doch wie lässt sich dieses Superfood am besten servieren? Probieren Sie sich doch mal an eine Himbeer-Traubenkern-Vinaigrette. Dazu Schalotten mit Portwein einkochen lassen und mit Himbeeressig, Pfeffer, Salz, Zucker, Trauben- und Haselnusskernöl vermengen. Perfekt für einen Blattsalat mit gebratener Leber!

Übrigens gibt es Traubenkerne auch in Form von Traubenkernmehl zu kaufen. Damit lassen sich ganz leicht Shakes, Müslis und Smoothies anreichern.

Löwenzahn kennt wohl fast jeder Löwenzahn ist eine richtige Vitaminbombe

Gut gebrüllt, Löwe

Von vielen Gärtnern als Unkraut verschrien, findet der Löwenzahn eine prima Verwendung in der Küche. Denn das gelbe Blümchen mit dem grünen Strunk, ist ein richtiges Wunderkraut: Zubereitet als Salat, enthält Löwenzahn 40 Mal so viel Vitamin A wie ein Kopfsalat. Und nicht nur das: Auch an Eisen, Proteinen, Calcium und Magnesium mangelt es der ehemaligen Pusteblume nicht. Kein Wunder, dass sich die geballte Ladung an Nährstoffen positiv auf den Körper auswirkt. Bei Verdauungsproblemen, Pickeln oder chronischen Hautkrankheiten wird Löwenzahn eine lindernde Wirkung zugesprochen.

Als Superfood findet Löwenzahn besonders großen Anklang in Form von Salat, in Suppen oder als Zutat in grünen Smoothies. Wer seinen Gästen etwas Außergewöhnliches bieten möchte, darf sich auch an Löwenzahn-Wein versuchen. Einen Eimer frische Löwenzahnblüten mit einem Eimer Wasser übergießen und drei Tage lang ziehen lassen. Im Anschluss 1,5 kg  bis 2 kg Zucker, Ingwer sowie die Schalen einer Orange und Zitrone hinzugeben. Alles etwa 30 Minuten aufkochen und abkühlen lassen. Hefe hinzugeben, in einem Mostfass abfüllen und nach 2 Tagen verschließen. Danach dauert es rund 60 Tage bis die goldgelbe Köstlichkeit in Flaschen abgefüllt werden kann.  

Grünkohl ist eins der vitaminreichsten Gemüsesorten überhaupt Super gesund: Grünkohl vor dem ersten Frost

Grüner wird's nicht!

Was bei uns als Wintergemüse bekannt ist, wird in anderen Ländern beinahe täglich verputzt: Der Grünkohl ist auf dem Vormarsch und erobert die Welt. Denn die grüne Vitaminbome ist eine der gesündesten Gemüsesorten überhaupt. Reich an Vitaminen, Kalium und Lutein kann der Verzehr von Grünkohl nicht nur die die Sehkraft stärken, sondern auch Zähne und Knochen schützen. Letztendlich ist sein Nährstoffprofil so umfangreich, dass es andere Kohlarten, wie zum Beipiel Weisskohl, um Längen in den Schatten stellt. 

Höchste Zeit also dem Grünkohl mehr Beachtung zu schenken, denn gerade seine Bitterstoffe gelten als äußerst gesund. Und die gehen nach dem ersten Frost verloren! Warum also nicht schon im Sommer Grünkohl servieren? Es ist erstaunlich, was sich alles aus der Gemüsesorte zaubern lässt: Grünkohl-Smoothie, Grünkohl-Pesto oder als Beilage im Salat – die Vielfalt ist schier unerschöpflich. Eine wirklich köstliche Knabberei sind Grünkohl-Chips. Kohl in mundgerechte Stücke zupfen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und bei ca. 130 °C etwa 10 Minuten backen lassen. Mit Gewürzsalz verfeinern und servieren. Richtig lecker!

Leinsamen ist das heimische Pendant zu Chia-Samen Was war nochmal Chia? Leinsamen sind eine tolle Alternative

Gesunde Körnchen

Ein wahrlich gefeiertes Superfood sind Chia-Samen. Dabei können unsere heimischen Leinsamen locker mit dem Pseudogetreide aus Mexiko mithalten. Reich an wichtigen Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffen und Calcium sind die unscheinbaren Körnchen prima für Nerven, Knochen und eine gute Darmgesundheit. Zubereitet schmecken geschrotete Leinsamen hervorragend im Müsli oder in Suppen. Auch als Topping auf einem Brot mit Frischkäse sind die Samen ein schmackhafter Begleiter. Zu viel Leinsamen sollten jedoch in keiner Speise landen. Hier gilt die Regel: Nicht mehr als zwei Esslöffel pro Tag. Sonst können Verdauungsprobleme die Folge sein.